Praktisch & Taktisch

ARKEN TL3000: Neuer Laser-Entfernungsmesser zu erschwinglichem Preis

Endlich mal ein Laser Rangefinder, der nicht sofort das Budget sprengt: Wir zeigen euch den Arken TL3000!

Der professionelle Laser-Rangefinder, der erschwinglich ist

Seit jeher ist das Schießen mit Lang- und Kurzwaffen kostenintensiv. So sind nicht nur die Primärprodukte wie Waffe und Munition teuer, sondern auch das Zubehör. Und erst recht, wenn wir im Bereich Longrange-Schießen sind. Und dort erst recht, wenn wir uns über professionelle Laserentfernungmsesser unterhalten. Zumindest bis jetzt. Denn jetzt hat der US-amerikanische Zielfernrohrhersteller ARKEN einen Laser Rangefinder zu einem absolut erschwinglichen Preis der Öffentlichkeit präsentiert: Den ARKEN Targetlock TL3000.

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Bild oben: Geringes Packmaß und intuitive Bedienung sollen den ARKEN TL3000 zum harten Konkurrenten der preisintensiven Platzhirsche machen. Ein OLED-Display ist Standard. Quelle: ARKEN OPTICS

Die Firma ARKEN ist hier in Deutschland und Europa eher weniger bekannt. Der US-amerikanische Zielfernrohr-Spezialist aus Texas orientiert sich mit seinen Produkten eher im unteren Mittelfeld von Zielfernrohren, die für den Long-Range Bereich gedacht sind. Dieser Markt erlebte insbesondere in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum und eine zunehmende Konkurrenz mit Billiganbietern. Gleichzeitig ist die Einstiegshürde in den Long-Range-Bereich durch die meist hohen Munitions-, Waffen- und Zielfernrohrkosten enorm. Anfänger sind nicht selten abgeschreckt, wenn Sie die Durchschnittspreise für gängige Longrange-Kaliber vergleichen - erst recht, wenn man bedenkt dass Zubehör wie Laserrangefinder und Zweibeine nicht selten nochmal mit hohen Preisen dazukommen. Das will ARKEN jetzt ändern. Der TL3000 Laser Rangefinder ist ein kompakter Entfernungsmesser, der bis zu 3000 Yards (2.743 m) auf ein reflektierendes Ziel mit einer Abweichung von maximal +/- 1 Yard dem Schützen die Entfernung angibt. Zum Vergleich: Der WILCOX MRF Xe Entfernungsmesser kann nach Herstellerangaben bis zu 3.000m auf ein NATO-Target die Entfernung messen. Nur: Der Wilcox MRF-XE kostet schlappe 10.000 US-Dollar. Der ARKEN TL3000 ist bei Redaktionsschluss mit 749 US-Dollar eingepreist. Selbst die "günstige" Alternative von Vortex kostet immer noch ca. 2.600 US-Dollar.

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Bild oben: Laserentfernungmesser, ob von WILCOX oder anderen Herstellern, gehören mittlerweile zum Standard im Bereich des Präzisionsschiessen und Scharfschützenwesen. Quelle v.l.n.r: U.S. Army photo by Sgt. 1st Class Timothy Hamlin, dvidshub.net; U.S. Army photo by Spc. Noah Martin, Special Operations Army Recruiting ;U.S. Army photo by Staff Sgt. Sidney Sale, dvidshub.net

Viele Features für akzeptablen Preis

Doch bei einem modernen Laserentfernungmesser ist für den Schützen 2026 nicht nur die blanke maximale Entfernung notwendig. So ist beispielsweise die Nutzung von einem Windmesser wie den KESTREL elementar, vorallem wenn der Schütze jenseits der 600 Meter wirken möchte. Eine funktionierende nahtlose Anbindung zu KESTREL fand man daher eher bei den hochpreisigen Konkurrenzprodukten. Der ARKEN TL3000 verfügt über eine Schnittstelle, mit der sich direkt die Daten aus den KESTREL-Geräten einspeisen und live verarbeiten lassen. 

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Ebenso ist eine natürlich auch eine App-Anbindung mit dabei. Mit einer Datenbank, die über 6.000 ballisitische Profile enthält, hat der Schütze die Möglichkeit, direkt über die Kurzwahl seine Munitionsdaten einzugeben. Und sollte diese nicht verfügbar sein, kann er Sie auch selber hinterlegen. Hier sind bis zu 6 verschiede Profile hinterlegbar. Interessant: Auf offiziellen Bildern sind sogar Lutz-Möller-Laborierungen (s.u.) zu sehen. 

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Kompakter Begleiter: Daten und Zahlen zum ARKEN TL3000

Moderne Longrange-Waffensysteme sind selten Leichtgewichte. So wiegt das G29 der Bundeswehr, ein Scharfschützengewehr im Kaliber .338 Lapua Magnum, satte 11 Kilo, je nach Konfiguration. Vergleichbare Langwaffen anderer Hersteller sind da auch nicht leichter. Zwar ist das Long-Range Schiessen, insbesondere auf Distanzen wo der ARKEN TL3000 zum Einsatz kommt, nicht extrem dynamisch - Gewicht ist jedoch immer ein Thema. Und hier punktet der ARKEN Entfernungmesser. 

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Mit einem Gewicht von gerade einmal 219 3 Gramm und einem Packmaß von gerade mal 92×59×35 mm ist der Entfernungsmesser im Kreditkartenformat wahrlich kein Schwergewicht. Ob der TL3000 dieselben Spezifikationen gemäß Dauerfestigkeit, Fallsicherheit und Co. erreicht wie die Geräte der anderen, hochpreisigen Anbieter wird sich zeigen. Doch auch wenn das CNC-gefräste Aluminiumgehäuse des Entfernungsmesser nicht ganz so stoßfest ist wie das der Konkurrenz, ist das bei diesem Kampfpreis nebensächlich. 

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Bilder oben: Ein kontrastreiches OLED-Display, ein gefrästes Gehäuse aus Flugzeugaluminium und sauber verarbeitete Details, wie beispielsweise ein 90 GRad-Winkelstück zum Taster, der an der Waffe montiert werden kann, runden das Paket sauber ab. Quelle: ARKEN OPTICS

Für den Preis eines WILCOX bekommt man 13(!) ARKEN TL3000 Rangefinder. Auch andere Konkurrenten wie der FN Elity (2023 für die Scharfschützen des französischen Militärs beschafft) oder der MARS von ENVISION liegen bei um die 10.000 US-Dollar und bilden, von einigen kleineren Zusatzfeatures mal abgesehen, im Kern dasselbe ab wie der TL3000.

FAZIT: Ist der ARKEN TL3000 etwas für deutsche Long-Range Schützen?

In den europäischen Breitengraden haben sich die bekannten Marken wie Schmidt & Bender, WILCOX, FN und Rheinmetall etabliert und sind auch im zivilen Long-Range-Schiessen fest verwurzelt. Anbieter wie ARKEN haben es hier natürlich deutlich schwieriger mit neuen Produkten zu glänzen. Und dann wäre da natürlich noch die Rechtslage: Zwar sind per Definition Laserentfernungsmesser nicht per sé verboten, da sie das Ziel nicht beleuchten, sondern nur für einige Milisekunden einen Laserimpuls zum Ziel schicken und wieder auffangen, umstritten sind sie zuweilen jedoch noch immer. Das hilft dem Markt nict wirklich. Und bevor Ihr jetzt denkt: "Mir egal, ich kauf den trotzdem!" - der TL3000 ist gerade erst für den amerikanischen Markt präsentiert worden. Ob er überhaupt nach Europa kommt, bleibt abzuwarten. Fest steht aber: Mit dem TL3000 wird der Einstieg in den professionellen Long Range Bereich, zumindest für den amerikanischen Markt, deutlich einfacher. Nie war es günstiger, Entfernungen im liegenden Anschlag zu messen.

 

Bilder: Alle Bilder sind, soweit nicht anders angebeben, geistiges und urheberrechtliches Eigentum von ARKEN OPTICS USA.