Jagd

Niedersachsen: Der Elch kehrt zurück!

Ein junger Elch sorgt im Wendland in Niedersachsen für Aufsehen.

Elch nach Jahrhunderten wieder im Wendland gesichtet

Ein ungewöhnlicher Besucher ist derzeit im Wendland unterwegs: Im Landkreis Lüchow-Dannenberg wurde erstmals seit Jahrhunderten wieder ein Elch gesichtet. 

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Bild oben: Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen. Quelle: google.com

Entdeckt wurde der junge Elchbulle am Dienstag mithilfe einer Wildtierkamera, das bestätigte der Kreisjägermeister Rüdiger Schulz gegenüber dem NDR. Während Elche in Brandenburg, Sachsen und dem östlichen Sachsen-Anhalt regelmäßig auftauchen, sind sie im Wendland eine echte Seltenheit. Laut Schulz wurden dort seit Hunderten von Jahren keine Elche mehr gesichtet. Die Tiere kommen offenbar aus Richtung Polen, wo sich der Bestand in den vergangenen Jahren deutlich vergrößert hat. In Brandenburg, Sachsen und dem östlichen Sachsen-Anhalt werden nach Angaben des Kreisjägermeisters mittlerweile regelmäßig etwa zehn bis 20 Elche gesichtet.

Jagdrechtlich ist der Elch in Deutschland als Elchwild dem Jagdrecht unterstellt und zählt zum Hochwild und Schalenwild. Eine reguläre Jagdzeit besteht derzeit jedoch nicht, weshalb für ihn grundsätzlich ganzjährige Schonzeit gilt.  Elche leben überwiegend als Einzelgänger; Kühe bleiben mit ihren Kälbern zusammen, während sich die Tiere vor allem zur Brunftzeit im Herbst zusammenfinden.

Wo der Elch unterwegs ist, bleibt geheim

Wo genau der junge Bulle derzeit unterwegs ist, verrät Schulz bewusst nicht. Zu groß sei die Gefahr, dass das Tier durch neugierige Besucher zur Attraktion wird. Gerade während der aktuellen Brunft sollte man außerdem ausreichend Abstand halten. Ein Elch ist zwar nicht grundsätzlich gefährlich, ein ausgewachsener Bulle kann in dieser Zeit aber durchaus aggressiv reagieren.

Wer dem Tier begegnet, sollte deshalb ruhig bleiben und sich zurückziehen, anstatt für ein Foto möglichst nah heranzugehen. Auch Autofahrer sollten besondere Vorsicht walten lassen: Überquert der Elch eine Straße, heißt es anhalten und dem Tier die nötige Zeit lassen, seinen Weg fortzusetzen. Für das Wendland bleibt die Sichtung trotzdem etwas Besonderes. Nach Jahrhunderten ist ein Elch wieder in der Region unterwegs – und vorerst soll er dort möglichst seine Ruhe haben.