Rund um CQB finden sich im Netz immer wieder die gleichen Diskussionen: Dynamischer Einstieg in den Raum oder Aufschneiden? Kurz- oder Langwaffe? Wie schnell muss man sein? Und welche Variante funktioniert eigentlich wann? Was bei Project Gecko immer wieder interessant ist, sind die geradezu wissenschaftlich-analytischen Auswertungen von Eli. Denn statt einfach nur zu zeigen, wie ein Szenario gelaufen ist, wird danach genau hingeschaut: Wo sind die Treffer gelandet? Welche Winkel hatte der Schütze tatsächlich? Welche Bereiche eines Raumes sind faktisch „schwarze Flecken“, die ich aus meiner Position vorher gar nicht ausleuchten kann?
Genau so einen Content bekommt ihr auch im neuesten Video. Nach einer kompletten Advanced-CQB-Woche nimmt Ellie die Trainingsanlage unter die Lupe und zeigt anhand der Markierungsmunition, was während der verschiedenen Szenarien passiert ist.


Bild oben: Was sagen die Winkel der Farbmarkierungsmunition aus? Welche konkreten Schlüsse muss fürs Training gezogen werden? Warum wurde die Tür getroffen, obwohl der "Weg" frei war? Quelle: YouTube/ProjectGecko
Und das wird teilweise ziemlich interessant. An Türen und Wänden lassen sich Treffergruppen und Einschläge nachvollziehen, teilweise sogar die Winkel, aus denen geschossen wurde und welchen Unterschied korrektes Footwork macht. Gerade bei Türrahmen, engen Winkeln und unterschiedlichen Körperpositionen wird sichtbar, wie schnell Schüsse eben nicht dort landen, wo man sie eigentlich haben wollte oder wie nah der Operator dann doch am direkten Treffer vorbeigeschrammt ist.
Auch die Frage nach exponierten Ober- und Unterkörpern spielt dabei immer wieder eine Rolle. Wer sich um einen Winkel bewegt, verändert automatisch seine eigene Sichtbarkeit – gleichzeitig entstehen Bereiche, die der Gegner unter Umständen ebenfalls nur sehr eingeschränkt einsehen kann.
CQB sieht in der Rückschau oft anders aus
Besonders spannend finde ich deshalb die Rückschau. Während eines Szenarios läuft alles innerhalb weniger Sekunden ab. Im Nachhinein kann man sich dagegen jeden einzelnen Einschlag ansehen und überlegen: Warum ist der Schuss genau dort gelandet und was bedeutet das für mich? Auch die Frage, ob ein schneller Einstieg in einer bestimmten Situation überhaupt sinnvoll ist, wird dadurch aus einer ganz speziellen Perspektive betrachtet.
Denn genau dafür ist Training am Ende da: Nicht nur Abläufe abzuspulen, sondern anschließend zu schauen, was tatsächlich passiert ist.
Das komplette Video zur CQB-Rückschau gibt es jetzt bei Project Gecko auf YouTube.



